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Im St.-Galler Rheintal verkehrte am 24. September
1940 der erste Trolleybus, welcher zwischen Altstätten und Berneck
die 1897 eröffnete Strassenbahn ersetzte. Neun Jahre später, d.h.
1949 spielten die Verantwortlichen mit dem Gedanken, auch die
Strassenbahn-Linie Heerbrugg-Diepoldsau durch einen nach Hohenems in
Österreich verlängerten Busbetrieb zu ersetzen. Eine solche,
grenzüberschreitende Busverbindung existierte bereits vor dem 2.
Weltkrieg, und zwar bis 1938, als Österreich an Hitlerdeutschland
angeschlossen wurde. Sechs Jahre nach Kriegsende, d.h. am 30. März
1951 fuhr der Bus wieder über die Grenze. Die Vorarlberger
Nachrichten schrieben am Tag nach der Eröffnung: „Am Freitag wurde
auf der ersten fahrplanmässigen Gyrobus-Linie der Welt zwischen
Heerbrugg und Hohenems der Betrieb aufgenommen. Schon am Vortage
fand eine Probefahrt zwischen den auf beiden Seiten der Staatsgrenze
gelegenen Marktgemeinden statt, die voneinander 10 Kilometer
entfernt sind. Der erste Wagen verlies an Werktagen Heerbrugg um
13:59 Uhr und traf nach 51 Minuten Fahrzeit um 14:50 in Hohenems
ein.“ Ein Blick auf den damaligen Fahrplan zeigt, dass in Diepoldsau
während sechs Minuten (zur Aufladung des Gyro) und an der
Landesgrenze während zehn Minuten (Passkontrolle) gehalten wurde.
Weiter schreibt das Blatt: „Vorarlberg macht damit den interessanten
Versuch, ein dringliches Verkehrsproblem auf originelle, im übrigen
Österreich noch unbekannte Weise zu lösen.“ Während dem
Versuchsbetrieb im Jahre 1951 wurden auf der Strecke
Heerbrugg-Diepoldsau die Strassenbahn-Kurse teilweise durch den
Gyrobus ersetzt. Ein Entscheid über die zukünftige Traktionsart
wurde erst definitiv 1955 gefällt. Nach dem die Strassenbahn
eingestellt wurde, verkehrten ab Sommer 1956 Autobusse auf der
internationalen Linie Heerbrugg-Diepoldsau-Hohenems. Dazu wurden
drei Saurer 5 HP CT2D Heckmotor-Busse, welche auch zweiachsige
Personenanhänger ziehen konnten, beschafft. |