Am Freitag 3. Oktober 2003 war es soweit: Der
einzige noch existierende Gyrobus ist von Antwerpen her kommend mit
einem Sondertransporter in Yverdon-les-Bains rechtzeitig zu den
Jubliäumsfeierlichkeiten eingetroffen. Gefahren wurde die Strecke
Antwerpen-Brüssel-Yverdon-les-Bains im 2-Schicht-Betrieb mit
Fahrzeug- und Fahrerwechsel in Frankreich. Nach ersten Fotoaufnahmen
in der Gegend von Pomy – an der Stelle, wo in den 50er Jahren
Testfahrten mit internationalem Fachpublikum durchgeführt wurden –
wurde der Gyrobus im Busdepot über Nacht garagiert und für den
grossen Auftritt am Jubiläumstag bereitgestellt und geschmückt.
Am darauf folgenden Samstag feierte die Stadt das 50-Jahr-Jubiläum
des öffentlichen Nahverkehrs, welcher 1953 mit zwei Gyrobussen
begonnen hat. Der Gyrobus G3 aus Belgien war die Hauptattraktion des
Festes. Tausende von Besuchern bestaunten den roten Bus, der auch
innen zugänglich war. Mit von der Partie war auch der pensionierte
Gyrobus-Chauffeur Albert Vesin. „Weil das Fahrzeug aus Belgien genau
die gleiche Wagenfarbe hat wie unsere beiden Gyrobusse, erkannten
die älteren Yverdoner ihren «Gyro» sogleich wieder. Noch heute sagt
man nämlich in der Umgangssprache „On prend le gyro“ wenn man den
Stadtbus besteigt. Dies, obwohl seit 1960 ausschliesslich
Dieselbusse in der Stadt verkehren. In der Ausstellung im Schloss,
wo alte Fahrpläne, Fotographien und Uniformen hinter historischen
Mauern zu sehen waren, konnte auch in Erfahrung gebraucht werden,
dass nebst der Firma MFO (Projektleitung, Antrieb) auch FBW aus
Wetzikon (Chassis, Achsen), die Carrosseriewerke Aarburg
(Aluminium-Aufbau) und Georg Fischer (Trilex-Räder) aus Schaffhausen
an der Gyrobus-Konstruktion beteiligt waren. |