|
FBW
- Die Saga
|
|
1874 |
Der
spätere Gründer der FBW, Franz Brozincevic, erblickt am 21. Mai in
Brinje, Kroatien, das Licht der Welt. Nach 4 Jahren Elementarschule
folgten 4 Jahre Lehrzeit als Kunstschlosser. Mit 15 Jahren Beginn der
Wanderschaft nach Ungarn, Oesterreich und Deutschland. |
|
1892 |
Die
Wanderjahre von Franz Brozincevic führen in die Schweiz. |
|
|
Anstellung
als Mechaniker bei Saurer in Arbon, wo dazumals stationäre Petrolmotoren
gebaut wurden. |
|
1895 |
Anstellung
als Motorenprüfer bei Martini in Frauenfeld. |
|
1897 |
Gründung
der Motorenfabrik Wetzikon AG durch den Textilfabrikanten Jean Braschler. |
|
|
Abwerbung
von Franz Brozincevic bei Martini und Anstellung bei der neugegründeten
Firma als Werkmeister und Chefkonstrukteur. |
|
|
Heirat
mit Frieda Maag. Mit ihr zusammen hat Franz Brozincevic 4 Kinder (Frieda,
Franz, Paul und Max). |
|
1899 |
Eintritt
von ‘Motoren-Franz’ bei J. Weber in Uster. Bau eines Automobils mit
1-Zylinder-Motor. |
|
1901 |
Anstellung
bei der Automobilfabrik Orion in Zürich als Werkmeister. Bau von
Lastwagen mit 1- und 2-Zylinder-Motoren. In der Freizeit entwarf
‘Motoren-Franz’ einen 4-Zylinder und liess in der Motorenfabrik
Wetzikon ein Holzmodell im Massstab 1:5 bauen. Vorschlag von der
Orion-Geschäftsleitung abgelehnt. |
|
1904 |
Eigene
Reparaturwerkstätte hinter der Polizeikaserne in Zürich. Exklusivvertrag
mit Orion und Verkauf von Automobilen der Marken Züst und Ballot.
Konstruktion eines eigenen Motors, Fabrikation bei Ballot in Paris. |
|
1910 |
Bau
des ersten Lastwagens mit der Bezeichnung ‘Franz’. Einsatz bei der
Schweizerischen Post. |
|
1911 |
Internationale
Pionierleistung: Erster 5-Tonnen-Lastwagen mit Kardanantrieb. |
|
1916 |
Übernahme
der Motorenfabrik Wetzikon. Durch den Krieg bedingte Herstellung von
Traktoren und Werkzeugmaschinen. Trotz dem Krieg Weiterentwicklung des
Lastwagens. |
|
1918 |
Aufnahme
der Lastwagenfabrikation in Wetzikon unter der Bezeichnung ‘FBW’. |
|
1920 |
Aufbau
der FBW-Vertretung in Spanien durch Sohn Paul. |
|
1922 |
Bau
des erstmalig obengesteuerten 4-Zylinder-Benzinmotors. |
|
1925 |
Lizenzgabe
an Henschel & Sohn in Kassel für die Fabrikation und den Verkauf von
‘FBW’-Konstruktionen im Ausland. Sohn Paul wird für 1-2 Jahre nach
Kassel ‘delegiert’. |
|
1926 |
Erster
Lastwagen mit Luftbereifung. |
|
1928 |
Erste
Vergrösserung der Werkanlagen in Wetzikon. |
|
1929 |
Vorstellung
des 3-Achs-Lastwagens und Niederrahmenchassis für Autobusse. |
|
|
6-Zylinder-Benzinmotor
mit obengesteuerten Ventilen. |
|
1930
|
Umwandlung
der bisherigen Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft. |
|
|
Während
der Wirtschaftkrise können durch die weitsichtige Planung der Geschäftsleitung
und den Durchhaltewillen der Belegschaft Entlassungen vermieden werden. |
|
1933 |
Tod
von Franz Brozincevic. Franz jun. wird Geschäftsführer, seine Brüder
sind ebenfalls bei FBW tätig. |
|
1934 |
Bau
des ersten FBW-6-Zylinder-Dieselmotors. |
|
1939 |
bis
1945. Bau von Militärfahrzeugen und Motoren für Ersatztreibstoffe. |
|
1949 |
Vorstellung
des ersten FBW-Unterfluhr-Dieselmotors zum Einbau in Lastwagen und
Autobusse. |
|
1950 |
Vorstellung
des ersten Reisecars mit Unterfluhrmotor und halbautomatischem
Planetengetriebe. |
|
1952 |
Bau
und Inbetriebnahme von 12 Gyrobussen für Léopoldville (heute Kinshasa)
in Belgisch-Kongo. |
|
1955 |
Eröffnung
der Werksniederlassung in Lausanne, wo seit 1932 Trolleybusse verkehren. |
|
1965 |
Tod
von Franz Brozincevic, Bruder Paul übernimmt die Geschäftsleitung. |
|
|
Bau
eines vollautomatischen Drehmomentwandlergetriebes und einer
Planeten-Hinterachse für grösste Beanspruchungen. |
|
1967 |
bis
1968: Diverse Neubauten in Wetzikon: Motoren- und Getriebeprüfstände,
Lehrlingsabteilung. Bürogebäude, Lagerhalle aber auch Wohnbauten für
die Mitarbeiter. |
|
1970 |
Inbetriebnahme
der Werksniederlassung in Zürich. Baubeginn für neue Montagehalle. |
|
1972 |
Neue
Gewichtsbestimmungen in der Schweiz erlauben den Bau von 3- und
4-Achs-Lastwagen. |
|
|
Beginn
der Zusammenarbeit mit Mitsubishi im Bereich des Dieselmotorbaus. Verkauf
von Mitsubishi-Nutzfahrzeugen in der Schweiz. |
|
1973 |
bis
1975. Auftrag zur Lieferung von 115 Trolleybus-Chassis für Bern,
La-Chaux-de-Fonds, Lausanne, Neuchâtel, Lausanne, Genf und Zürich. |
|
1974 |
Aufgrund
der 1.Ölkrise Rückgang des Nutzfahrzeuggeschäfts. Das neue
Baukasten-Fabrikationsprogramm für Trolley- und Autobusse werweist sich
als kommerziellen Erfolg. |
|
1978 |
Präsentation
der neuen Getriebegeneration mit 4,5,8 und 10 Gängen. |
|
|
Übernahme
von FBW durch den Oerlikon-Bührle-Konzern. |
|
1982 |
Gründung
der Nutzfahrzeuggesellschaft Arbon Wetzikon (NAW). 40%-Beteiligung von
Daimler-Benz. |
|
1985 |
Am
6. März verliess der letzte FBW das Werk. Es war ein Tanklastwagen mit
der Chassis-Nummer 7134. |