Bericht vom 3. Internationalen Bus- und LKW-Oldtimertreffen
vom 16. bis 18. Juni 2006

Schon mehr als ein Monat ist seit dem Wochenende vom 16. bis 18. Juni 2006 vergangen und doch sind die drei unvergesslichen Tage immer noch präsent. Fazit: Schöne Oldtimer-Fahrzeuge aus sechs verschiedenen Ländern, sowie über 3500 Besucher und die zahlreichen, freiwilligen Helfer haben die dritte Auflage geprägt.

1. Tag
Bereits am Freitagmorgen traf die grosse holländische Delegation mit 27 Fahrzeugen in Hinwil ein. Sie wollten nur einen kurzen Zwischenhalt einlegen und ihre Fahrzeuge abstellen und danach mit dem FBWReisebus von Schaggi Meier nach Rudolfstetten zur DAF-Garage von Rudolf Gehrig weiterreisen. Als Souvenir nahm der DAF-Club gleich wieder zwei DAF-Fahrzeuge nach den Niederlanden mit zurück. Dank der grosszügigen Unterstützung des Armeelogsitikcenters Hinwil (ehemals AMP) konnten die Fahrzeuge bereits im Areal zwischen den Militärfahrzeugen aufkoloniert werden. Ein interessantes Bild! Nach dem Mittag herrschte auf dem Gelände ein emsiges Treiben. Während die WK-Truppen an diesem Nachmittag noch Fahrzeuge zurückgaben und auf dem künftigen Ausstellungsplatz Fahrschule durchführten, waren die ersten Helfer bereits mit dem Aufstellen oder vorbereiten des Treffens beschäftigt. Nach 14 Uhr war das Organisationstalent von Platzchef Beat Murer gefragt. Die ersten Fahrzeuge rollten bereits auf der Zufahrtsstrasse an, obwohl offiziell erst um 16 Uhr die Einfahrt in den AMP erfolgen sollte. Die Verwaltung des Armeelogistikcenters liess die Oldtimer-Fahrzeuge passieren und so vermied man eine Behinderung der WK-Truppen. Während die WK-Truppen an diesem heissen Nachmittag in den Urlaub gingen, trafen eher tröpfchenweise, zum Teil einzeln oder in kleinen Gruppen, die Ausstellungsfahrzeuge ein. Dadurch hatten die Einweiser auch mehr Zeit zur Verfügung, die Ausstellungsfahrzeuge in den sechs Reihen einzuweisen. Eine willkommene Geste in der Nachmittagshitze zeigte Fritz Horst mit seinem «Arlberg-Express»- Reisebus. In seinem Mercedes O321H ist im Heck eine Theke mit Zapfhahnen eingebaut und so konnten schon einige ein frisches Pils geniessen. Im OK-Büro konnten sich die Teilnehmer anmelden und die Unterlagen für die nächsten drei Tage entgegen nehmen. Dabei wurden auch zahlreiche Fragen beantwortet. Für die zahlreichen freiwilligen Helfer war das OK-Büro auch Anlaufstelle für die letzten Instruktionen, während die roten Helfer-T-Shirt’s in einem separaten Raum anprobiert werden konnten. Über Hinwil zogen immer mehr Wolken auf und gegen 19Uhr hatte sich der Himmel schwarz gefärbt. Die zahlreichen Fotografen auf dem Platz mussten die Fahrzeuge in ungewohnt dunklem Licht aufnehmen. Mit den letzten eintreffenden Fahrzeugen entlud sich auch ein kurzer, heftiger Regenschauer über dem Zürcher Oberland.
 

Erste Eindrücke von der Ankunft am Freitagabend


2. Tag
Ein erster schöner Ausstellungstag kündigte sich an. Aufgestellte und zum Teil noch verschlafene Gesichter trafen sich am Samstagmorgen im Truppengebäude zum Morgenessen. Während die Fahrzeuge von der Panzerpiste auf dem Ausstellungsplatz eintrafen, wollten bereits kurz nach 7 Uhr die ersten Besucher die Ausstellung betreten. Schaggi Meier berichtete beim Morgenessen, dass bereits ein Besucher mit Berner-Dialekt einen Eintritt lösen wollte. Dieser hatte demnach früh Tagwacht an diesem schönen Tag. Erst auf dem Ausstellungsplatz sah man, was der Regenguss vom Freitagabend verursacht hat. Der Regen war mit Saharastaub angereichert und hatte die schön polierten Fahrzeuge über Nacht mit einem feinen Sand überzogen. Nun waren Wasser oder feine Lappen gefragt, um die dünne Schicht so gut es ging zu entfernen. Der Shuttlebus zwischen den Aussenparkplätzen bei der Firma FERAG und dem AMP nahm seinen Betrieb auf. Bereits nach 9 Uhr öffnete die Eintrittskasse und die ersten Besucher strömten auf das Ausstellungsgelände. Gegenüber dem AMP hatte die FBB AG an diesem Tag noch einen «Tag der offenen Tür» und zwischendurch dampfte immer wieder ein Oldtimerdampfzug der DVZO vorbei. Ab 10 Uhr konnten die interessierten Besucher mit dem Shuttlebus auch das FBW-Museum in Wetzikon besuchen. Bis am Mittag hielt sich die Besucherzahl in Grenzen, was sicher auch das schöne Wetter und die zahlreichen Veranstaltungen in der Region ausmachten. Um 13 Uhr erfolgte der Startschuss zur über zweieinviertel Stunden dauernden Ausfahrt. Die Strecke führte in einem grösseren Radius rund um den Greifensee und wies einige topographische Anstiege auf. Auch wenn am Schluss der Ausfahrt nicht alle Fahrzeuge aus der richtigen Richtung zurückkamen, so bedankten sich die Teilnehmer für die interessante Route und die schöne Aussicht auf das Zürcher Oberland. Ein besonderer Dank an Markus Fischer den Streckenplaner. Am späteren Nachmittag füllten sich die beiden Ausstellungsplätze mit weiteren Besuchern, die auch von den attraktiven Ständen wie dem Armee-Liquidations-Shop, dem FBWClub- Artikelverkauf dem Federblattstand oder dem neuen Buch «FBWLexikon 2.Teil» von Jürg Biegger profitieren konnten. Die jungen Besucher hatten die Gelegenheit, im Micky- Mouse-Bus etwas zu lernen oder im Gumpizelt sich auszutoben. Etwas verspätet, ab 17 Uhr, spielte die Grenadiermusik Zürich zum Platzkonzert auf. Mit den schönen Uniformen und der rassigen Blasmusik zog die Grenadiermusik rasch die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Der geplante Apero der teilnehmenden Gäste musste zeitlich etwas nach hinten verschoben werden. Inzwischen hatten sich auch wieder schwarze Wolken am Himmel versammelt und liessen nichts gutes erahnen. Schon während des Apéros wurden zum Teil die Fahrzeuge so gut es ging unter die Vordächer der Hallen gestellt. Kaum waren alle Gläser und Personen unter Dach, gab es einen heftigen Platzregen. Nach dieser Aktion folgte ein bunter Abend mit feinem Nachtessen und musikalischer Unterhaltung.
 

Ausstellung am Samstag

Besucher

Bilder der Ausfahrt vom Samstag - Adetswil

Bilder der Ausfahrt - Looren bei Aesch

Bilder der Ausfahrt - Einfahrt AMP
(wieso waren hier nur noch so wenige Fahrzeuge??)

Musik

3. Tag
Am Sonntagmorgen strahlte die Sonne wiederum von der schönsten Seite. Einige teilnehmende Gäste hatten die Möglichkeit, diesen schönen Tag mit einem Ballonflug zu geniessen. Auf dem Ausstellungsgelände mussten zuerst einmal die Fahrzeuge unter den Vordächern hervorgeholt und in die Ausstellung zurückparkiert werden. Beim Morgenessen waren wiederum zum Teil noch etwas verschlafene Gesichter anzutreffen, während die ersten Helfer bereits wieder im Einsatz waren. Ab 8.45 Uhr war wieder der Shuttlebus zwischen dem Aussenparkplatz und dem Festgelände im Einsatz. Die Ausstellung wurde bereits um 9 Uhr geöffnet und der Besucherstrom hielt am zweiten Tag bis zum Schluss konstant an. Bereits kurz nach der Öffnung fuhren die ersten PW-Oldtimer und Oldtimer- Traktoren auf dem Festgelände ein. Die Oldtimer-Traktoren wurden in der Auffahrt zum Festgelände aufgereiht und wurden von den Besuchern sehr bestaunt. Zum Höhepunkt dieses Tages, der Vorstellung der Fahrzeuge, waren zusätzlich einige PW-Oldtimerwagen und die Sektion Freunde alter Landmaschinen der Region Zürich/Schaffhausen eingeladen worden. Als musikalische Darbietung spielte ab 11 Uhr die Buuremusig Bubikon rassige Ländermusik. Kurz nach Mittag startete die grosse Vorstellung der Fahrzeuge. Während rund zwei Stunden wurde den Besuchern von einem Expertenteam jedes einzelne Fahrzeuge vorgestellt und auf die speziellen Eigenschaften oder technischen Besonderheiten hingewiesen. In der Rückfahrt zum Ausstellungsplatz mussten sich die Chauffeure noch geduldig den zahlreichen Fotografen stellen, welche jedes Fahrzeug zur Erinnerung auf Video, Dia, Film oder auf einer Speicherkarte festhielten. Mit dem Ende der Vorstellung machten sich bereits die ersten Teilnehmer wieder auf die Rückreise, denn für viele war der Montag wieder ein normaler Arbeitstag. Auch nach der Vorstellung riss der Besucherstrom nicht ab. Erst mit dem Ausklang um 16.30 Uhr und der Abreise vieler teilnehmenden Busse und den Lastwagen mit Sonntagsfahrbewilligung, löste sich die Ausstellung von selber auf. Die Helfer waren nun mit dem Ab- und Aufräumen beschäftigt, denn am Montag war im Armeelogistikcenter auch wieder ein normaler Betrieb angesagt. Fazit zum Schluss Ein schöner Anlass mit internationaler Beteiligung erfreute die über 3500 Besucher und die teilnehmenden Fahrzeugbesitzer und Gäste. Eine Präsenz von 34 Marken aus sechs verschiedenen Ländern ist in dieser Form in der Schweiz einmalig. Eine interessante Ausstellung mit einer Mischung von weiteren Attraktionen für jung und alt an beiden Besuchstagen war vom OK gut abgestimmt. Schaggi Meier konnte von den verschiedenen Delegation und Teilnehmenden wiederum zahlreiche Komplimente entgegennehmen. Zu diesem aussergewöhnlichen Wochenende haben natürlich auch die Teilnehmer und die vielen freiwilligen Helfer beigetragen. Das OKTeam und der FBW-Club dankt an dieser Stelle allen Personen, die etwas zum guten Gelingen beitragen haben.

Eindrücke vom Sonntag

Bilder der Ausstellung am Sonntag

Fahrzeugpräsentation mit Vorbeifahrt